UnsereU
Unsere Waisen mit Pfarrer Michael umsäumen hier den Innenhof des neu erbauten Waisenhauses “Jombas Children`s Home”.
Seit ihrem Einzug Mitte 2014 nach Fertigstellung des 1. Bauabschnittes haben sie sich inzwischen von dem Schock erholt, als sie urplötzlich aus ihrem bisherigen Heim in eine armselige Hütte in den Busch gesetzt wurden.
Zurück von ihrem neunwöchigen Aufenthalt in Mambrui/Kenia können Familie Norbert und Ina Müller über interessante und aufregende Momente bei der Fertigstellung des Waisenhauses berichten. Galt es doch, in diesem engen Zeitrahmen im 3. Bauabschnitt den linken Trakt des Gebäudes und weitere Nebenarbeiten vollständig abzuschließen. Zunächst wollen der 1. Vorsitzende und die Schatzmeisterin von “Giriama e.V.” ihren herzlichen Dank für die finanziellen Hilfen vieler Spender ausdrücken, da die angesammelte Summe Basis für die Weiterarbeit war. So wurden wiederum die ihnen schon vertrauen Handwerker und die z.T. 40 benötigten Helferinnen und Helfern des Nachbarortes angeworben. Vordringliche Aufgabe war, die benötigten Baumaterialen zu bestellen, fehlendes Werkzeug zu ergänzen und die Arbeitsplätze einzurichten. Gleich nach Aufnahme der Tätigkeiten das große Ungemach: Ausfall der Mörtel-Mischmaschine! Also mit Transporter nach Malindi verfrachten. Nach drei gescheiterten Reparaturversuchen war die Maschine nach Einbau eines neuen Motors wieder einsatzbereit. Ärgerlich: der tagelange Ausfall. Doch die Zeit wurde inzwischen mit dem Verputzen fast aller Innenräume überbrückt. Endlich konnten die Dachträger gegossen und die Dacheindeckung noch vor Beginn der Regenzeit durchgeführt werden. Vor Ankunft von Tobias Viehauser und Markus Bäuml, einem selbständiger Schlossermeister, konnten wir ihr Vorhaben, die Wasserversorgung mi 12 Volt Solarstrom vorbereiten. Der benötigte 80 m lange und 60 cm tiefe Graben wurde ausgehoben, um die erforderlichen Wasserrohrleitungen samt Meldekabel zu verlegen. Aufwendig war, die mechanische Pumpe auszubauen und die elektrische in 23 m Tiefe einzusetzen. Für Energie sorgten die Solarmodule in 3,5 m Höhe. Damit konnte der in 5,5 m Höhe installierte und 1000 Liter fassende Tank auf dem befüllt werden: Waschen und Duschen nun ohne aufwendiges Heranbringen des Wassers vom Brunnen, der nunmehr täglich 700 Liter liefert. Markus unterstützte den 1. Vorsitzenden noch tatkräftig beim Montieren der Dachplatten, während Tobias in den neuen Räumen die Elektroinstallation verlegte. Nach 14 Tagen ein herzlicher Abschied von den Beiden; sie großartige und uneigennützige Arbeit für die Waisenkinder erbracht! Die Materialkosten übernahm ihr Förderverein “alternativ aid”. In den verbleibenden Tagen erfolgte die Dacheindeckung des linken Flügels, das Verlegen von Fliesen und Einrichten der Kochstellen. sowie weiterer ergänzender Einrichtungen. Von den helfenden Frauen wurde der Innenhof mit Sand und 35 Tonnen Splitt auf ein gleiches Niveau gebracht. Zusammenfassend wurden in diesem Bauabschnitt ca.170 Tonnen Material verarbeitet, 420 m² Fliesen verlegt und 320 m² Dachfläche verbaut sowie 16 Stahltüren sowie zwölf Fenster eingesetzt. Ein wahrer Arbeitsmarathon für die “Giriama”- Helfer aus Deutschland und den fleißigen einheimischen Mitarbeitern! Eine große Erleichterung für die Vorsitzenden von “Giriama e.V.” für die Fertigstellung eines Ende 2013 geplanten Projektes! Dem Leiter des Waisenhausvereines “Jombas-Children`s Home”, Pfarrer Michael, aber auch den Kindern wurde nun ein voll nutzbares und sicheres Waisenhaus übergeben! Dem Projekt wird jedoch noch weitere Hilfe zuteil werden müssen: für Beschaffung von Tischen, Stühlen, Bänken, Betten und Regale. Deshalb bitten wir noch weiter um Ihre Unterstützung. Die bisher angefallen Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf 128.000 Euro. Diese wurden in vielen Spendenaktionen, durch Mitgliedsbeiträge und persönlichen Gesprächen eingesammelt. Ein Beweis für die Hilfsbereitschaft und dem Verständnis für die Notlage anderer Menschen! Allen Unterstützern gilt der aufrichtige Dank von “Giriama e.V.” und den der Waisenkindern aus Kenia - für die Schaffung einer “kleinen Insel des Glücks, der Freude” in diesem fernen Land, deren Bevölkerung noch in weiten Teilen in Not leben muss!
April 2016
April 2017 Giriama-Vorsitzender Norbert Müller und seine Frau Ina haben wieder im Zeitraum vom Januar bis März in Mambrui/Kenia ihr Domizil aufgeschlagen, um mit notwendigen Maßnahmen das Waisenhaus „Jombas Children`s Home“ fertig zu stellen. Natürlich gab es zunächst beim Eintreffen der Beiden im Waisenhaus  eine große Wiedersehensfreude bei Kindern und Betreuern. Mitgebrachte Spiele und kleine Geschenke mussten gleich in Augenschein genommen werden und führten zu Freudentänzen. Für Norbert Müller galt es, die zur Verfügung stehende Zeit intensiv zu nutzen, um möglichst alle geplanten Arbeiten durchzuführen. Zeitweise standen ihnen bewährte Freunde aus Deutschland, die Ing. Tobias Viehauser und Johannes Unsicker des Fördervereins „alternative aid“, zur Seite. Unerlässliche Helfer waren wieder die fleißigen Frauen und Männer aus den Nachbardörfern. Eine wichtige Aufgabe war die Einfriedung der Grundstücksfläche. Dazu wurde aufwändig ein Drahtzaun mit 126 Betonpfosten neu errichtet. Ein Beschattungstunnel für den Gemüseanbau verbessert nun den Ernte-Ertrag; die Kinder freuen sich über den eingeebneten und für sie so wichtigen Spielplatz. Der bestehende Hühnerstall wurde mit einem überdachten Freigehege erweitert; nebenan durften die 12 Jombas-Ziegen einen neuen Stall beziehen. Zur dringenden Verbesserung der Wasserversorgung musste ein  3.000 Liter fassender Trinkwassertank aufgestellt und die bestehende Zisterne  mehrfach mit je 25.000 Liter Süßwasser befüllt werden. Mit diesem Vorrat und einer neuen Pumpe kann nun der zusätzliche Tank auf dem Turm für Notfälle eingesetzt werden. Es zeigte sich, dass eine “Freiluftküche” im Innenhof für die Sommermonate einen großen Vorteil bietet, weshalb sie kurzfristig erstellt wurde. Die über 500 qm großen Innen- und Außenmauern wurden verputzt und mit Fassadenfarbe gestrichen. Weitere bauliche Maßnahmen im Innenbereich waren die Anfertigung eines Wellblech-Regenschutzes über allen Fenster der Wetterseite und die komplette Einrichtung eines Arbeitsraumes einschließlich einer Solaranlage für den Computer für die Heimleiterin. Verschiedene Räumlichkeiten wurden bedarfsgerecht angepasst durch Raumabtrennungen mit Schiebetüren, der Ausstattung mit Tischen, Stühlen und Betten sowie der Herstellung von Kleiderschränken in den Schlafräumen. Diese wurden mit neuen Matratzen und Bettwäsche ausgestattet. In einer Toilette und einem Waschraum mussten noch zwei fehlende Stahltüren angefertigt und montiert werden. Ein ausgestatteter Raum für Volontäre sowie ein Lebensmittel-Vorratsraum mit Fenster und Regalen ergänzten die baulichen Maßnahmen. Über die so geschaffenen Neuerungen und zusätzlichen Maßnahmen freuten sich natürlich die Heimleitung mit Betreuern und insbesondere die Waisenkinder. Vorsitzender Norbert Müller wurde anlässlich seines Geburtstages von Seiten der Waisen und Erwachsenen eine Überraschung zuteil: mit einer Geburtstagstorte und fröhlichen Liedern wurde ihm für die vielseitige und engagierte Hilfe herzlich gedankt. Aber auch für die Übernahme der Grundschulgelder für ein Jahr und die Gehälter für Lehrer und Angestellte erhielt er Müller von Heimleiterin Lucy eine warmherzige Anerkennung, die sich damit insbesondere auch bei „Giriama e.V.“ mit ihren Mitgliedern und Spendern bedankte. Das Schild mit Daten über die Errichtung des Waisenhauses prangt nun in leuchtendem Blau und an der Wand und gibt Zeugnis vom hohen Engagement aller Helfer! Für Interessiert hier eine Detailbeschreibung aller ausgeführten Tätigkeiten
Februar 2018 Familie Müller berichtet über die inzwischen wiederum verbesserte Infrastruktur im Waisenhaus “Jombas Children`s Home”. So haben sich Betreuer und Kinder im Bereich der Tierzucht einiges einfallen lassen. Sie begannen nun neben der Haltung von Ziegen auch mit Legehennen, Hühnern , Truthähnen und Hasen für den Eigenbedarf. Eine Einnahmequelle erschließt sich künftig auch aus der Mästung von Hähnchen, so dass alle sechs Wochen etwa 250 Tiere verkauft werden können. Die Folge ist, ein angepasstes Hühnerhaus zu erstellen.Dieses soll außerhalb des Innenhofes gebaut werden. Mit unserem vielseitigen Ing. Tobias Viehauser von “alternativ aid”, der mittlerweile wieder nach Hause reiste, hat Giriama- Vorsitzender Müller in Malindi entsprechende Bauteile geordert. Damit wäre wieder ein Stück Nachhaltigkeit unserer Arbeit in Kenia bestätigt. Als etwas schwierigen Prozess stellte sich die Reparatur der beiden Generatoren dar, da diese mit eigenem Auto nacheinander nach Malindi gebracht und wieder zurück transportiert werden mussten, Aus- und Einbau inbegriffen. Eine weitere überraschende Entscheidung: Laut kenianischer Verordnung dürfen Kinder über 18 Jahren nicht mehr im Waisenhaus weiterhin Unterkunft finden und betreut werden. Nachdem einige unserer Waisen dieses Alter erreichten, musste eine rasche und machbare Lösung her: Auf dem Gelände wird nun ein einfaches Haus für sie errichtet; sie können vorerst im Waisenhaus mitarbeiten         und ihren Nahrungsbedarf verdienen. Schränke und Möbelteile werden für sie bereits hergestellt. Der für die Nähschule verpflichtete Pastor Ronald wurde mit seiner Frau bei einem Besuch im Waisenhaus in die neue Overlock- Nähmaschine eingewiesen; sie fasst drei Arbeitsschritte in einen zusammen und ist somit eine gute technische Erneuerung für Ausbildung und bei Kleiderherstellung. In der von Giriama e.V. seit Jahren betreuten Kasimanischule werden zweckgebundene Spendenmittel für den Bau eines Daches, für eine Stahltüre und noch evtl. für den Fußboden verwendet. Viele dieser nicht vorhersehbaren, jedoch unabdingbaren Maßnahmen, erforderten zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwand zu den geplanten Aufgaben. Trotz aller Arbeiten stand im Vordergrund immer das Wohl der Waisenkinder. Deshalb wurde eine Fahrt zum wenigen Kilometer entfernten Strand des Indischen Ozeans mit großer Freude aufgenommen. Ausgelassen konnten sie sich am weiten Sandstrand austoben und positive Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Ina und Norbert Müller sowie Tobias Viehauser senden viele herzliche Grüße an ihre Oberpfälzer Heimat und ihre Freunde! Wir berichten weiter, wenn wieder interessante Informationen vorliegen. Horst Kreuz, stv. Vorsitzender
Demo-Website
DAS NEUE WAISENHAUS Zum Exposè Zum Exposè 3. Bauabschnitt
        Endlich konnte im letzten Bauabschnitt 2018 das Waisenhaus         “Jombas Children`s Home” fertig gestellt werden!            
Familie Müller vom Januar bis März 2018 wieder in Kenia! Bald ist es soweit: “Giriama”-Vorsitzender Norbert Müller und seine Frau Ina fliegen am 22. Januar d.J. wieder nach Mambrui - der Rückflug ist am 12. März vorgesehen. Waisenhausleitung und die Kinder freuen sich schon auf ihr Kommen, ist es doch immer eine große Vorfreude für sie, auf mitgebrachte Überraschungen gespannt zu sein. Die inzwischen geplanten Aufgaben sind vielfältig und bedürfen wieder handwerkliches und organisatorisches Geschick. Im Bereich der Anlage und des Gebäudes muss vordringlich der umlaufende Zaun durchsteigsicher gemacht werden; ebenso ist eine Reparatur der Wasserpumpe erforderlich geworden und die Inneneinrichtung aller Räume ist den Erfordernissen anzupassen. Auch verwaltungsmäßig bringt sich “Giriama e.V.” in wichtigen Punkten ein. So ist vorgesehen, Schulgebühren für alle Heimkinder zu übernehmen. Damit wird eine vor Ort bessere Ausbildung gewährleistet. Weiterhin gilt festzustellen, die Krankenhaus-Kosten unserer Waisen zu übernehmen, nachdem in Kenia keine Krankenversicherungen bestehen. Im weiteren stehen Überlegungen und die Klärung an, ob eine gesonderte Unterkunftmöglichkeit für Volontäre zu schaffen wäre, die vor Ort dem Betreuungspersonal zur Hand gehen; dies gilt ebenso für “Gäste”, die als Helfer vor Ort für einige Zeit mit Arbeiten befasst sind. Und zusätzlich sind noch die Toilettenanlagen in der Kasimani-Schule, die “Giriama e.V.” seit Jahren betreut, fertig zu stellen. Wir wünschen Familie Müller eine “glückliche Hand”, Erfolg bei ihren Aufgaben und ein gesundes Wiedersehen in der Heimat! Inzwischen warten wir natürlich auf spannende Fotos und Informationen aus Afrika, die wir auf dieser Seite veröffentlichen werden! Ihr Horst Kreuz, 2. Vorsitzender
Januar 2018
Diese nun 18 Jährige ist die beste Schülerin Jombas
Tobias Viehauser mit einigen Kindern am Strand des Indischen Ozeans
Er ist nun 18 Jahre alt und muss das Waisenhaus verlassen. Doch für eine Unterkunft wird bereits gesorgt. Norbert Müller freut sich mit ihm bei einem Strandspaziergang
Ein Blick auf das Waisenhaus “Jombas Children`s Home” im März 2017